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Inventurdifferenz

Die Inventurdifferenz ist ein Wert, der sich ergibt, wenn der Soll- und der Ist-Wert bei der Inventur voneinander abweichen. Um die Inventurdifferenz zu berechnen, ist es im Vorfeld nötig sorgfältig, regelmäßig und fortlaufend den Warenbestand zu erfassen. Dazu zählen jedoch nicht nur Produkte, die durch das Unternehmen gefertigt wurden, sondern das gesamte Inventar. Also auch verwendetes Arbeitsmaterial wie Computer, Tische und Stühle.

Gründe für Inventurdifferenzen

Generell gilt es, im Rahmen der Buchhaltung alle Vermögensgegenstände und Schulden zu erfassen. Zuweilen unterlaufen dabei Fehler, die sich dann bei der Inventur als Differenz zwischen Soll- und Ist-Wert bemerkbar machen.

Diese Inventurdifferenzen können verschiedene Ursachen haben und sind zum Teil Branchenabhängig. Einer der häufigsten Gründe in allen Branchen ist die Fehlerhafte Bestandsaufnahme.

Handelt es sich um ein Unternehmen das Waren zum Verkauf anbietet sind Fehlerquellen zum Beispiel fehlerhafte Warenauszeichnungen. Oder auch menschliche Fehler an der Kasse. Verzählen geht im Tagesgeschäft generell sehr schnell. Aber auch Diebstahl durch Kunden sowie das Verderben von Waren gehören ebenso zu häufigen Gründen für Abweichungen. Dem gegenüber steht das fehlerhafte Buchen von Geschäftsvorfällen.

So lässt sich die Inventurdifferenz berechnen

Bei der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen jährlichen Inventur gilt es, alle physisch existenten Güter zu erfassen. Das Ergebnis ist dann mit dem theoretisch existenten Sollbestand zu vergleichen. Daraus ergibt sich die Inventurdifferenz.

Um die Inventurdifferenz zu berechnen, muss man daher zunächst die Inventur durchgeführten. Es empfiehlt sich dabei gewissenhaft vorzugehen, da bei der Inventurdurchführung bereits einige Fehlerquellen lauern.

Ist das Inventar nach bestem Wissen und Gewissen aufgelistet und dessen Geldwert bestimmt: Dann geht es daran, den Ist-Bestand Konto für Konto mit dem Sollbestand abzugleichen, welcher sich aus der Buchhaltung ergibt. Idealerweise entsprechen sich die beiden Werte so dass sich, wenn sie subtrahiert werden, ein Wert von Null ergibt.

Inventurdifferenzen buchen Beispiele

Um Inventurdifferenzen zu buchen, ist zu ermitteln, wo genau der Fehler liegt. Taucht in einem Konto beispielsweise ein Eintrag auf, der real nicht existiert, weil ein Inventar beispielsweise durch Diebstahl abhandenkam? Dann muss dies entsprechend in der Buchungsliste vermerkt werden.

Ist beispielweise das Konto „Kasse“ betroffen? Beispielsweise indem sich dort ein Wert von 400 Euro befinden sollte, real aber nur 395 Euro in der Kasse sind. Dann beträgt die Inventurdifferenz fünf Euro. Der Wert „fünf Euro“ ist folglich in der Buchungsliste zu vermerken. Dies ist übrigens anders zu betrachten als das Buchen laufender Geschäftsvorfälle.

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