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Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist die buchhalterische Zusammenfassung eines Geschäftsjahres, die für jedes Jahr zu erstellen ist. Da jedoch immer wieder Fragen zur Definition des Jahresabschlusses auftauchen, geben wir Ihnen hier einen Überblick.

Was ist ein Jahresabschluss?

Der Jahresabschluss bildet – wie der Name bereits andeutet – den Abschluss eines jeden Geschäftsjahres. Er gibt Auskunft über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und ist damit eine wertvolle Grundlage für zukünftige unternehmerischen Entscheidungen.

Auch Dritte können sich über den Jahresabschluss ein Bild von Ihrem Unternehmen machen. Dies ist besonders interessant, wenn Sie im kommenden Geschäftsjahr neue Geschäftspartner gewinnen möchten. Und ebenso, wenn Sie für Neuanschaffungen einen Kredit beantragen möchten. Als Basis des Jahresabschlusses dient die Inventur.

Wichtig zu wissen ist, dass sie beim Erstellen eines Jahresabschlusses einer Wahrheitspflicht unterliegen. Das heißt, dass ebenso wie bei der Umsatzsteuererklärung alle Angaben der Wahrheit entsprechen müssen. Beachten Sie dies nicht, kann das schnell teuer werden und dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen.

Wann muss der Jahresabschluss fertig sein?

Das kommt darauf an, wie groß Ihr Unternehmen ist und ob es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt.

Gehört Ihr Unternehmen zu den großen bis mittelgroßen Kapitalgesellschaften: Dann müssen Sie den Jahresabschluss in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres aufstellen. Handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft, beträgt die Frist sechs Monate. Geregelt ist dies in § 264 HGB.

Bei Nicht-Kapitalgesellschaften spricht der § 243 HGB von einer „einem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entsprechenden Zeit“, als Frist zum Anfertigen des Jahresabschlusses. Bei normalem Geschäftsgang ist dies ein Zeitraum von bis zu neun Monaten. Bei unvorhersehbaren Ereignissen kann die Frist auf bis zu zwölf Monate verlängert werden.

Bestandteile des Jahresabschlusses

Zu einem Jahresabschluss gehören die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang.

  • Bilanz: Die Bilanz gibt für den Jahresabschluss Auskunft über die Aktiva und Passiva, ebenso ist die Lohnbuchhaltung enthalten.
  • Gewinn- und Verlustrechnung: Die Grundlage bildet die Summen- und Saldenliste (SuSa). Berücksichtigt werden alle Konten, die einen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Zum Beispiel Umsätze, Abschreibungen, Aufwände und Steuern.
  • Lagebericht
  • Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Kapitalflussrechnung
  • Gegebenenfalls Segmentberichterstattung.

Abhängig ist dies aber von der jeweiligen Unternehmensform.

Da der Jahresabschluss einiges an Grundlagenwissen erfordert, erstellt ihn in der Regel die innerbetriebliche Buchhaltung. Betriebe, die keine solche besitzen, sourcen das Erstellen des Jahresabschlusses in der Regel aus und sind damit gut beraten.

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